Spanische Bonds sind in den letzten Jahren zu einem echten Abenteuer für Anleger geworden. Während die finanziell stabilen EU-Länder wie Deutschland und Norwegen sehr niedrige Zinsen für ihre Anleihen gewähren, bringen spanische Bonds seit Beginn der Krise immer höhere Zinsen ein. Das liegt vor allem daran, dass die Nachfrage im Bereich spanischer Anleihen immer geringer ausfällt. Eine hohe Verschuldungsrate gepaart mit enorm hohen Arbeitslosenzahlen lassen spanische Bonds zu einer wirklich abenteuerlichen Investitionsobjekt werden, auch wenn die versprochenen Zinsen weit über dem europäischen Durchschnitt liegen.

Sind spanische Bonds eine echte Option für Investitionen?

Die spanischen Staatsanleihen sorgen dafür, dass die spanische Regierung als Ganzes zahlungsfähig bleibt. Anleger vergeben Kredite an den spanischen Staat, der für diese Kredite Zinszahlungen zum Ende der Laufzeit verspricht. Menschen, die über ein gewisses Maß an Wagniskapital verfügen, können durchaus versucht sein, spanische Bonds zu kaufen. Die überdurchschnittlich hohen Zinsen, die vom spanischen Staat für ihre Anleihen versprochen werden, wirken äußerst attraktiv. Darüber darf man aber nicht vergessen, dass Spanien, zumindest theoretisch, von der Staatspleite bedroht ist.

Was passiert bei einem Staatsbankrott?

Anleger, die das Wagnis eingehen, spanische Bonds zu kaufen, kalkulieren mit der Zinszahlung durch den spanischen Staat. Sollte Spanien allerdings tatsächlich in einen Staatsbankrott gleiten, wären alle investierten Beträge der Anleger verloren. Zwangsläufig würden auch keine Zinszahlungen mehr erfolgen. Aufgrund dieser Unsicherheit ergibt sich auch die enorm hohe Zinsrate, mit der der spanische Staat versucht, Kapitalanleger für ihre Staatsanleihen zu werben. Spanische Bonds sind eine riskante, im Idealfall aber eine sehr lukrative Möglichkeit, Geld gewinnbringend anzulegen.